WEINGUT 2017-03-18T09:39:25+00:00

Unser Weingut

Key-Facts

Falkenstein: Weinbau seit dem 12. Jahrhundert

Das Weingut Dürnberg befindet sich im traditionsreichen Weinort Falkenstein, dem historischen Herzen des Weinviertels. Seit dem 12. Jahrhundert ist der Weinbau hier belegt, und zwischen dem 13. Jahrhundert und dem 17. Jahrhundert wurden die Weinbauangelegenheiten zwischen Wien und Brünn vom Falkensteiner Berggericht geregelt. An diesem Brennpunkt der alten und neuen Weinkultur entspringt ein Wein von unverkennbarer Aromatik und tiefer Würze.

Die kühle Charakteristik der Weine ist die Folge eines außergewöhnlichen Terroirs. Auf den kalkreichen Böden und Dank eines günstigen Mikroklimas erreichen die Trauben eine ideale Reife So entstehen Weine mit feiner Aromatik, ausgeprägter Frucht und vitalem Säurespiel.

Boden und Klima

Die Falkensteiner Klippen sind Ausläufer der nördlichen Kalkalpen und bilden eine geologische und klimatische Insellage im sonst sehr sanfthügeligen Weinviertel. Das vor starken Westwinden geschützte Tal und die gut entlüftete Höhenlage unserer Weinberge sind für den Weinbau wie geschaffen. Im Laufe der Jahrtausende lagerte sich an den Hängen der heutigen Weinberge Löss und Lehm an, der die Wasserspeicherung und tiefe Verwurzelung der Rebstöcke begünstigt. Aus der Thetys, dem mediterranen Urmeer, stammt der Verwitterungs-Muschelkalk im Boden. Er ist heute ein wahrer Bodenschatz, aus dem unsere Weine ihre einzigartige Mineralität schöpfen.

Vergleicht man die Klimadaten Falkensteins mit jenen der renommierten Weinbauregionen der Welt, so versteht man, warum hier die Weine so aromatisch und doch so frisch sind: Selbst an extrem heißen Sommertagen kühlt es – dank der speziellen Höhenlage – am Abend enorm ab, sodass die erfrischende Säure bewahrt wird. Gleichzeitig kann die physiologische Reife langsam aber sicher voran schreiten.
Das Ergebnis sind sehr komplexe, balancierte und hocharomatische Weine, die stets den Hauch der Kühle und Frische mit sich bringen.

Diese markanten Eigenschaften von Boden und Klima sorgen für die Eleganz der Weine, Komplexität am Gaumen und kühle Mineralität .

Philosophie im Keller …

Die Eigenständigkeit von Klima und Boden im Wein wiederzufinden ist unser großes Ziel. Die Handschrift des Winzers zeigt sich darin, auch im Keller optimale Bedingungen zu schaffen, die diesen Charakter unterstreichen und voranstellen.

Die Höhenlage sorgt für späte Lesetermine und hilft uns, das Lesegut kalt einzubringen und zu verarbeiten. So wird der fruchtige Charakter der späteren Weine erhalten und unerwünschte Gerbstoffausprägung verhindert. Vor allem bei den Reserve-Weinen, deren Trauben wir erst Ende Oktober ernten, nutzen wir die Möglichkeit über Kaltmazeration der Trauben viel vom Aroma und Extrakt der Schalen in den späteren Wein zu holen.

Die Entscheidung über den Ausbau erfolgt spezifisch nach dem angestrebten Weintypus:

Trauben für die feinfruchtigen Weine der Serien Klassik und Trinkvergnügen werden entrappt („gerebelt“) und nach kurzer Maischestandzeit (Kaltmazeration) schonend pneumatisch gepresst. Die Moste werden über einen Trubfilter blank gemacht und temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren. Die jungen Weine bleiben anschliessend einige Monate auf der Feinhefe. Das Ergebnis sind sehr balancierte Weine von feiner mineralischer Wesensart, trinkanimierend und von eleganter kühler Frische.

Unsere Reserven werden selektiv von Hand geerntet, späte Traubenausdünnung sorgt für die entsprechend hohen Zuckergradationen. Die oft tagelange Kaltmazeration vor dem Pressen führt zu einer Extraktion der Aromen und Tannine aus den Schalen – der Wein wird „dichter“ und komplexer, bekommt das Rückgrat für eine jahrelange Reifung in der Flasche. Meist bleiben die Weine bis zur nächsten Ernte auf der Hefe („sur lie“ ) in Eichenfässern. Wann die optimale Ausgewogenheit für die Abfüllung eingetreten ist, entscheidet der Kellermeister.

… und im Weinberg

Pflege und schonende Bewirtschaftung unserer Weingärten sind uns sehr wichtig. Mit gezielter Begrünung fördern wir den Humusaufbau, das Bodenleben und die Lockerheit der Böden. Bei uns dürfen auch Unkräuter wachsen und nur sehr selten findet man die Weingärten „offen“ vor, also mit unbegrünter Erde. So verhindern wir Erosion und Bodenverdichtung und fördern die Fauna der Kleinlebewesen.

Der Boden lebt! Bei allen Maßnahmen im Weingarten steht der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen im Vordergrund. Wir wissen über die Eigenheiten unserer Weinberge Bescheid, und die Regeln für unser Ökomanagment werden deshalb auch durch uns selbst erstellt. Dazu verwenden wir nur Hilfsmittel die zur „kontrolliert integrierten Produktion“ zugelassen sind. Durch diese nachhaltige Bewirtschaftung können wir auf kerngesunde Altweingärten mit bis zu 60 Jahre alten Rebstöcken stolz sein!

Zertifiziert Nachhaltig

Nachhaltige Bewirtschaftung ist uns ein großes Anliegen. Wir leben und arbeiten in und mit der Umwelt. Wir achten auf eine gute CO2-Bilanz, fahren so selten wie möglich mit Traktoren durch die Weinberge und dann meist mit zwei bis drei Geräten gleichzeitig. Dass wir damit auch die Böden unserer Weinberge vor Verdichtung bewahren und die Pflanzen für die nächste Generation vital erhalten, ist ein positiver Nebeneffekt.

Ökomanagement in Weinberg und Keller rechnet sich für die Natur und für den Winzer!

Eine Solaranlage zur Stärkung der Energieautarkie ist aktuell ebenso in Planung wie ein elektrisches Mitarbeiterfahrzeug mit eigener Stromtankstelle.

Im Keller ersparen wir uns heute schon viel Energie durch Nutzung der Erdwärme.

Seit zwei Jahren ist unser Weingut mit dem staatlichen Siegel „Zertifiziert nachhaltig“ ausgezeichnet.

International erfolgreich

Unsere Weine finden auch international sehr viel Zuspruch. Mehr als die Hälfte unserer jährlichen Ernte wird von Kunden außerhalb Österreichs, in Europa, Nordamerika oder Asien genossen.